Allgemeine Informationen

Dieser Eintrag ist Teil 2 von 11 in der Serie Honigwein

Met ist ein alkoholisches Getränk aus Wasser, Honig und Gewürzen. Im späten Mittelalter entwickelte Met sich zu einem Volksgetränk, nachdem er vom Wein als Getränk bei Hofe abgelöst wurde. Ende des vierzehnten Jahrhunderts war er bei Bauern und Bürgern gleichermaßen so beliebt, dass sich vermehrt Metschenken und Metsieder in den Städten niederließen.

Heute kann man Met kaufen aber auch relativ leicht selber machen. Es gibt im Lebensmittelrecht umfangreiche Regelwerke, die beachtet werden müssen, wenn Honigwein produziert werden soll, der sich offiziell „Met“ nennen darf. Die Herstellung ist aber vergleichsweise aufwendig und teuer. Solange man den Wein aber nicht als „Met“ verkaufen will, braucht man sich darum keine Gedanken zu machen.

Man unterscheidet verschiedene „Arten“ von Honigwein, abhängig von der Dauer des Gärungsprozesses:

Lässt man den Wein nicht bis zum Ende gären, verbleibt ein gewisser Rest Kohlensäure und Hefe darin. Das Getränk perlt leicht und hat oftmals einen typischen Hefegeschmack. In diesem Stadium ist der Wein nicht lange haltbar und sollte rasch verbraucht werden. Ein nach dieser Methode hergestellter Traubenwein wird als Federweißer bezeichnet.

Wenn die Gärung so gut wie abgeschlossen ist und der Wein sich von selbst klärt, wird das Resultat als Jungwein bezeichnet. An diesem Punkt sollte man sich etwas in Geduld üben. Zum „betrinken“ taugt der Jungwein zwar schon, denn der Alkoholgehalt nimmt auch bei längerer Lagerung nicht mehr zu – aber zugunsten eines guten und runden Geschmacks sollte man den Wein mindestens noch ein paar Wochen, wenn nicht sogar Monate, in der Flasche ruhen lassen. Was bei der Lagerung genau passiert, können Lebensmittelchemiker sicher besser erklären, aber auch der blutige Laie schmeckt einen Unterschied zwischen einem neuen und einem länger gelagerten Honigwein. Je mehr Geduld man aufbringt, desto runder wird der Wein schließlich schmecken.

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